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Sie schlummern über Jahre in unserem Körper und warten auf eine Schwäche unseres Immunsystems: Varizella Zoster Viren. Sie lösen entweder direkt nach der Infektion Windpocken aus oder Jahre später Herpes zoster. Ein intaktes Immunsystem hält Varizella Zoster Viren in Schach und verhindert deren Vermehrung. Tritt jedoch eine Schwächung des Immunsystems durch starke Medikamente, Stress, Ängste oder auch Schicksalsschläge ein, vermehren sich die Viren entlang der Nervenbahnen.

Die Symptome der Gürtelrose beginnen mit einer juckenden und schmerzenden Hautpartie. Gleichzeitig kommt es zur Erschöpfung, Kopfschmerzen und sogar Fieber.

2 bis 3 Tage später bilden sich dann kleine Bläschen auf der entzündeten Haut. Der Ausschlag juckt und geht mit starkem Unwohlsein, Hautempfindlichkeit und teils sehr heftigen Nervenschmerz in den betroffenen Hautpartien einher.

Gut die Hälfte der Fälle tritt am Rumpf auf - Gürtelrose genannt - und ein fünftel der Betroffenen zeigt einen Befall im Gesicht (Gesichtsrose).

Die Entzündung beschränkt sich oft nur auf eine Körperpartie oder sogar nur auf eine Körperhälfte. Auffällig ist in vielen Fällen, dass sich der Hautausschlag gürtelförmig ausbreitet, was letztlich zur entsprechenden Namensgebung führte. Haben sich die Bläschen erst einmal ausgebreitet, dauert es bis zu 2 Wochen, bis sie verkrusten und zu heilen beginnen. In dieser Zeit geht eine deutliche Ansteckungsgefahr vom flüssigen Inhalt der Bläschen aus. Die Heilungsphase kann wiederum 2 Wochen und länger andauern, wobei es in dieser Zeit nicht mehr zu einer Ansteckung kommen kann. Je nach Schwere der Ausprägung kann eine Gürtelrose dabei auch Narben hinterlassen.

In einigen Fällen kommt es nach einer überstandenen Infektion zu einer Folgeerkrankung namens Post Zoster Neuralgie, die sich durch teils starke Nervenschmerzen äußert. Besonders ältere Menschen leiden viele Jahre darunter, da die betroffenen Nerven dauerhaft beschädigt werden können. Diese Schmerzen können mit der Aminosäure Lysin, die für die Produktion von Enzymen und Antikörpern benötigt wird, gemildert werden. Lysin ist auch in der Lage, dass Wachstum von Viren zu bremsen und somit, früh genug eingenommen, die Nervenschäden zu reduzieren. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, darf gleichzeitig nur wenig des Eiweißbausteins Arginin in der Nahrung vorhanden sein. Besonders reich an Arginin sind Nüsse, Samen, Soja, Hafer, Schokolade und Vollkornprodukte. Über die Dauer der Gürtelrose hinaus sollte Lysin jedoch nicht in hohen Dosierungen eingenommen werden, da sonst das Gleichgewicht zwischen den Aminosäuren gestört werden kann.

Wir beraten Sie gerne!

Ihre Sabine Vollwerth (Apothekerin)





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