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Über viele Jahre wurde eine fettarme Ernährung als „gesund“ gepredigt.Fett und Cholesterin werden immer noch als alleiniger Verursacher von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betrachtet. Fettes Fleisch und Butter wurden vom Speiseplan verbannt und dennoch nimmt die Bevölkerung weiter zu...

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sind mittlerweile 59% der Männer und 37 % der Frauen in Deutschland übergewichtig.

Durch die Fixierung auf „schädliches“ Nahrungsfett in den Ernährungsempfehlungen wurde der schädliche Effekt des Zucker vollkommen übersehen und unterschätzt.

Vor allem der Fruchtzucker „Fructose“, der als „Süße aus Früchten“ als sehr beliebt und gesund in der Bevölkerung gewertet wird, hat massive Auswirkungen auf unseren Stoffwechsel. Er wird aus Maisstärke günstig hergestellt und vielen Fertigprodukten, Süßigkeiten und Süßgetränken zugesetzt. Fructose besitzt eine höhere Süßkraft als der übliche „Haushaltszucker“ Saccharose, so dass letzterer von Fructosezusätzen regelrecht abgelöst wurde.

Anders als bei der Zuckerart „Glukose“, deren Aufnahme Insulin reguliert, wird Fructose ohne Bremse in unserer Leber aufgenommen. Bei erhöhtem Verzehr kommt es zu einem Überschuss an Fructose. Sie kann nicht gespeichert werden, so das die Umwandlung in Fett erfolgt. Der Fettsäurespiegel der Leber steigt an und der Fettabbau wird gehemmt. Die Folgen sind Leberverfettung und ein Anstieg der Blutfettwerte.

Im Abbauprozess der Fructose werden vermehrt Enzyme freigesetzt, die die anfallenden Stoffwechselprodukte in Harnsäure umwandeln. Ein hoher Konsum von Fruchtzucker erhöht also zwangsläufig die Entstehung von Harnsäure im Körper. Wird die Harnsäure in den Gelenken abgelagert, kommt es zum sehr schmerzhaften Gichtanfall. Leider kommt es beim Konsum von Fructose kaum zu einem Anstieg von Insulin- oder Leptin. Diese Hormone regulieren unser Sättigungsgefühl. Fruchtzucker macht uns also nicht satt und die Gefahr des zu hohen Verzehr ist groß.

Wichtiger als die bewusste Ernährung mit gesunden Fetten ist die Reduzierung von Zucker und vor allem Fruchtzucker. Da dies in der Weihnachtszeit schwer fällt, kann es auch ein lohnenswerter Vorsatz für 2018 sein, der sich direkt positiv auf unseren Stoffwechsel auswirken wird.

Ein frohes Weihnachtsfest wünscht Ihnen

Ihre

Sabine Vollwerth (Apothekerin)





Auszeichnung

kundenspiegel 2018 kl

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