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Weltweit sind etwa 170 Millionen Menschen chronisch mit Hepatitis C infiziert. Dabei handelt es sich um eine Leberentzündung, die von Viren ausgelöst wird. Diese werden durch Blut übertragen und sind die Hauptursache von Leberzirrhose und Leber-Krebs.

Die akute Infektion ist häufig durch unauffällige Allgemeinsymptome und nur gering ausgeprägte klinische Symptome gekennzeichnet. Nur selten kommt es zur echten Krankheitssymptomen. Bei der chronischen Hepatitis-C-Infektion steht die Müdigkeit mit 52 % als ausgeprägtes Symptom im Vordergrund. Danach folgen Magen-Darm-Beschwerden (15 %), Appetitlosigkeit(11 %) und Gewichtsverlust (4 %). Einmal mit Hepatitis C Viren infiziert, heilt die Erkrankung ohne Medikamente nicht aus. Heute werden zur Behandlung zwei antivirale Medikamente mit Interferon-alpha kombiniert. Diese Dreier-Therapie soll eine höhere Heilungschance ermöglichen und ein schnelleres Ansprechen auf die Therapie ermöglichen. Neben der relativ hohen Heilungschancen bringt die Behandlung auch Nebenwirkungen mit sich. Dies sind insbesondere Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit, Haarausfall – und Komplikationen wie z.B. eine akute Psychose oder auch Schilddrüsenentzündung. Nicht zuletzt zeigen die hohen Kosten der Therapie den Forschungsbedarf in diesem Bereich an.

2011 machte eine Studie der Freiburger Ambulanz für Naturheilverfahren mit Mistelextrakten auf sich aufmerksam. Mistelpräparate finden vor allem in der Krebstherapie Anwendung. Sie wirken dabei einerseits als Zellgift unmittelbar auf den Tumor, daneben jedoch auch anregend und stärkend auf das Immunsystem. Letztere Wirkung motivierte die Forscher, Mistelextrakte bei Hepatitis-C infizierten Patienten anzuwenden. Die Misteltherapie konnte zu einer deutlichen Besserung der Hepatitis C-typischen Beschwerden – insbesondere der chronischen Abgeschlagenheit – führen. Eine Viruselimination (d.h. Viren unter der Nachweisgrenze) oder eine Normalisierung der Leberwerte, konnte in der Freiburger Studie allerdings bei keinem der Patienten beobachtet werden. Einen weiteren interessanten Aspekt liefert der Wirkstoff Silibinin aus der Mariendistel. Ursprünglich wurde dieser pflanzliche Wirkstoff eingesetzt, um die Interferon-Therapie besser verträglich zu machen. Mariendistel gilt als Leberschutzpflanze und stärkt die Leber in ihrer Funktion. Doch in der Hepatitis C Therapie zeigte der Wirkstoff der Mariendistel, wenn er per Infusion in ausreichender Menge verabreicht wurde, einen bedeutsamen antiviralen Effekt. Sicher sind die erwähnten Pflanzen keine direkte Alternative zur schulmedizinischen Therapie. Dennoch können sie einen lohnenswerten zusätzlichen Nutzen für Betroffene darstellen.





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