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Als das „gelbe Gold Asiens“ wird die Kurkuma-Wurzel bezeichnet, die wegen ihrer intensiven Gelbfärbung aus der Gewürzmischung Curry bekannt ist. In der traditionellen ayurvedischen Medizin wird Kurkuma bereits seit mehreren Tausend Jahren als Heilmittel genutzt.

Die gesundheitsfördernde Wirkung ist mittlerweile in über 4.000 wissenschaftlichen Studien dokumentiert. Der Hauptwirkstoff der Kurkuma-Wurzel ist das Curcumin, dass galletreibend, schmerzlindernd, immunstärkend und besonders bei Entzündungen hilfreich ist. Es wird als bester Freund der Leber bezeichnet, da es die Verdauung unterstützt und nachweislich die Leber schützt. Neueste Forschungen zeigen, daß Curcumin ebenfalls gegen Hepatitis-C-Viren (HCV) wirkt: Der gelbe Farbstoff hindert die Viren daran, in die Leberzellen einzudringen. Die Gabe von Curcumin zur adjuvanten Behandlung chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis und zur begleitenden Krebstherapie wird empfohlen. Auch die vorbeugende Anwendung gegen Krebserkrankungen wird derzeit geprüft. Viele Tumorgeschehen gehen mit Entzündungen einher. Hier scheint Curcumin gegen beides Wirkung zu zeigen. In den Leitlinien zur Therapie von Colitis ulcerosa (Chronische Entzündung des Dick- und Mastdarms) wird Curcumin genannt.

Der Pflanzenstoff scheint auch die Ablagerung von bestimmten Eiweißkomplexen im Gehirn zu verhindern. Diese Komplexe sind möglicherweise an der Entstehung von Alzheimer beteiligt. Bisher gab es immer nur einen Nachteil: das Curcumin kann den Magen nur schlecht passieren. Es ist kaum wasserlöslich, so dass es sehr wenig in den Dünndarm gelangt, aus dem es dann ins Blut aufgenommen werden kann. Ein Tee aus der Kurkumawurzel bringt meist nicht genügend Wirkstoff in den Körper, um gesundheitliche Effekte im Körper zu erreichen. Seit August ist nun eine Kapsel auf dem Markt, die das Curcumin in einer für den Körper besonders gut verwertbaren Form enthält. Nach dem Vorbild der Natur ist Curcumin in sogenannte Micellen (Kügelchen) „verpackt“, wodurch die Bioverfügbarkeit des Curcumins 185fach höher ist im Vergleich mit herkömmlichen Curcuma-Extrakt-Pulver. Hinzu kommt, dass es in dieser Form auch nicht so schnell wieder ausgeschieden wird. Es sind dadurch viel geringere Mengen nötig, um eine Wirkung des Curcumins zu gewährleisten. Lediglich Menschen, die zu Gallensteinen neigen, sollten auf die Anwendung verzichten, da vorhandene Steine in Bewegung geraten können und so zu einer Gallenkolik führen.