5 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Wertung 5.00 (2 Wertungen)

Menschen, bei denen das sog. „Trockenen Auge“ (Sicca Syndrom) diagnostiziert wird, haben vor allem unter einer mangelhaften Benetzung ihrer Augen durch Tränenflüssigkeit zu leiden. Der fehlende Tränenfilm auf dem Auge führt zu Schmerzen, einem Fremdkörpergefühl im Auge, Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen...

Meist müssen Betroffene ihr Leben lang „künstliche Tränen“ verwenden und sich ggf. einer anti-entzündlichen Therapie unterziehen. Dennoch bleibt die Behandlung dieser Augenerkrankung schwierig. Ganz natürlich ist das trockene Auge vor dem Einschlafen. Die Lider werden schwer, das Auge brennt und wird trocken („der Sandmann kommt“). Hier sorgt die abendliche Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) im Vorderhirn für die Unterstützung des Einschlafprozesses. Das anschließende von der Zirbeldrüse ausgeschüttete Schlafhormon Melatonin neutralisiert Stickstoffmonoxid, so dass nach einigen Minuten kein Stickstoffmonoxid mehr nachweisbar ist. Problematisch wird es erst, wenn die Stickstoffmonoxid Bildung Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre erhöht ist. Bei Schlafstörungen wird nicht genug Melatonin gebildet, um den zu hohen Anteil an NO zu neutralisieren.

Die Folgen sind eine extreme Müdigkeit am Morgen, kaum oder gar kein Hungergefühl und starke Schmerzen in den Gelenken. Die Augen bleiben dauerhaft trocken und gereizt. Als natürlicher Gegenspieler des zu hohen NO kann Vitamin B12 eingesetzt werden. Dies sollte besonders morgens als Lutschtablette angewendet werden. Viele Nährstoffprodukte für die Augen enthalten zwar Augenschutz Vitamine sogenannte Antioxidantien wie Vitamin A, C und E. Oftmals fehlt jedoch Zink in ausreichender Menge. Der Transport von Vitamin A in die Zellen funktioniert nur mit Zink. Auch die Aminosäure Taurin und das Coenzym Q10 sind wichtige Nährstoffe, die das Auge schützen und direkten Einfluss auf den Tränenfilm haben. Jede Zelle des Körpers enthält Taurin, wobei es am höchsten konzentriert in der Muskulatur, dem Gehirn und den Augen vorkommt. In unseren Zellen bewirkt Taurin durch seine Fähigkeit Wasser zu binden die Regulation des Zellvolumens. Taurin hat schützende Eigenschaften auf den Sehnerv, in dem es den Calciumeinstrom in Nervenzellen reduziert. Erschreckend ist, dass bisher mehr Taurin im Katzenfutter als in Augenschutz-Präparaten zu finden ist.

Wir beraten Sie gerne!

Ihre

Sabine Vollwerth (Apothekerin)