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Der Schulanfang ist für alle Kinder ein einschneidendes Ereignis.Nach den Sommerferien müssen sie schnell lernen, still zu sitzen und sich zu konzentrieren. Doch Konzentrationsfähigkeit wird uns nicht mit in die Wiege gelegt.Die Fähigkeit sich auf lange Sicht auf etwas zu fokussieren, stellt einen Reifungsprozess dar, der erlernt werden muss.Vielen Kindern fällt es schwer, ungewohnten Aufgaben ihre volle Konzentration zu schenken.Schon im Kindergarten fallen sie durch Ihr Verhalten auf: Sie sind wild, laut, unruhig, ungeduldig und impulsiv...

Sie werden schnell als störend und belastend empfunden und geraten oftmals in die soziale Isolation. Dies bringt für betroffene Kinder schnell auch emotionale Probleme, Sorgen und Ängste mit sich und viele leiden unter Einschlafstörungen. Schlechte Noten und nicht erreichte Lernziele führen zu Frust und betroffene Eltern wissen manchmal nicht mehr ein noch aus. Schätzungen ergeben, dass zwischen 5% und 20% der Schulkinder an dem sogenannten Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom leiden (kurz ADHS).

Die Schulmedizin hält für diese Fälle Medikamente bereit, die leider nicht ohne Nebenwirkungen sind. Als Psychostimulatien führen sie zu Wachstumsstörungen, Appetitminderung und zur Blutdrucksteigerung. Außerdem müssen Sie regelmäßig eingenommen werden, um eine Wirkung zu erreichen. Dieses Vorgehen schreckt viele Eltern verständlicher Weise ab. Viel zu wenig Beachtung finden die zahlreichen Nährstoffmängel, die bei hyperaktiven Kindern vorliegen.

In wissenschaftlichen Studien wurde festgestellt, dass hyperaktive Kinder durchschnittlich viel weniger Magnesium, Zink, Eisen, Vitamin B6, Calcium und omega 3 Fettsäuren haben als gesunde Kinder. Neben einer gesunden Ernährung sind Nährstoffdefizite für die Verhaltensauffälligkeiten verantwortlich. Ein Magnesiummangel verursacht leichte Reizbarkeit, verminderte Stressresistenz und Konzentrationsschwäche.

Unter Zinkmangel neigen Kinder zu Aggressivität und Reizbarkeit. Omega-3-Fettsäuren beeinflussen maßgeblich die geistige Entwicklung. Eine Unterversorgung wird hier in Verbindung mit ADHS, aber auch Rechtschreibschwäche und einer motorischen Beeinträchtigung gebracht.

Ihre Sabine Vollwerth (Apothekerin)