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Osteoporose wurde bisher nur als eine im Alter auftretende Erkrankung des Knochens betrachtet. Sie geht einher mit dem Verlust der Knochendichte durch zu raschen und übermäßigen Knochenabbau. Weniger bekannt ist, dass die veränderte Knochendichte nicht nur durch das Alter und hormonelle Umstellungen begünstigt wird.

Nährstoffdefizite und eine ungesunde Lebensweise zeigen schon in jungen Jahren das Krankheitsbild der Osteopenie, die Vorstufe der Osteoporose. Neben den Nähstoffen Calcium und Vitamin D benötigen unsere Knochen Magnesium, Kalium, Zink, Folsäure, Vitamin B12, C und Vitamin K sowie omega 3 Fettsäuren. Magnesium ist ein sehr wichtiges Mineral für die Funktion von über 300 Enzymen in unserem Körper. Es befindet sich zu 60% in unseren Knochen und stabilisiert diese. Ein Mangel an Magnesium erhöht die Aktivität der knochenabbauenden Osteoklasten und verhindert die Aktivierung von Vitamin D. Die Gesamtdosis an Magnesium sollte über den Tag verteilt und bevorzugt als organisches Magnesiumsalz wie Magnesiumcitrat, -gluconat oder auch -orotat zugeführt werden, um die Aufnahme im Körper zu optimieren. Das Mineral Kalium ist in der Lage bei erhöhter Zufuhr, die Calciumausscheidung über die Nieren zu reduzieren. Kalium findet sich in guten Mengen in Obst und Gemüse. Um eine ausreichende Zufuhr zu gewährleisten, sind jedoch 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag nötig. Menschen, die diese Mengen nicht schaffen oder an einer Fruktose – Unverträglichkeit leiden, profitieren von einer Zufuhr von Kalium als Kaliumcitrat mit 200 mg pro Tag. Ebenso wie Magnesium steuert auch Zink bis zu 300 Enzyme in unserem Körper. Es ist allgemein für Wachstumsprozesse verantwortlich. Ein erniedrigter Zinkspiegel in der Jungend begünstigt die Bildung einer schlechten Knochenstruktur.

Auch Frauen in und nach den Wechseljahren scheiden vermehrt Zink über den Urin aus. Bei bereits bestehender Osteoporose sollte Zink mit 25 mg pro Tag ergänzt werden. Vitamin K spielt eine zentrale Rolle im Knochenstoffwechsel. Es stimuliert die Knochenneubildung und verringert die Calciumausscheidung über die Nieren. Vor allem Vitamin K2 als MK -7 aktiviert das Protein Osteocalcin, Calcium in die Knochen einzubauen. Die Gefahr der Gefäßverkalkung wird durch die Aktivierung des Gefäßproteins Matrix-gla reduziert. Vitamin C ist entscheidend für die Bildung von Kollagen, welches wiederum die Hauptkomponente in der Knochenstruktur ausmacht. Vitamin C Mangel beeinträchtigt den Knochenstoffwechsel und verhindert die Aktivierung von Vitamin D, welches für den Einbau von Calcium in die Knochen verantwortlich ist. Vor allem Raucher haben einen massiv erhöhten Vitamin C Bedarf der durch 5 x täglich Obst und Gemüse nicht zu decken ist. Sie erleiden sehr häufig Wirbelkörper- und Hüftgelenkbrüche. Fehlen die Vitamine Folsäure und B12, was sehr leicht bei Menschen vorkommt, die Magenschutz-Medikamente wie Omeprazol oder Pantoprazol einnehmen, dann erhöht sich im Körper die Substanz Homocystein. Diese stört die Quervernetzung der Kollagenfasern und somit den Aufbau der Knochenstruktur. Optimieren Sie Ihre Nährstoffzufuhr und beugen Sie aktiv vor!

Ihre
Sabine Vollwerth
(Apothekerin)