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Trockene Haut neigt zu Rötungen, Brennen, Schüppchen und Juckreiz. Allergien und Ekzeme beeinflussen die Barriere-Schutzfunktion der Haut. Als größtes Sinnesorgan hat unsere Haut großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Besonders in der kalten Jahreszeit werden Reize wie trockene Heizungsluft, Kälte und warme Kleidung als unangenehm bei Hautproblemen empfunden.

Unsere Haut steht eng mit unserm Inneren, vor allem dem Darm, in Verbindung. Sie übernimmt wichtige Ausscheidungsfunktionen, wenn Darm und Niere überlastet sind. Dennoch werden Hautprobleme meist nur lokal mit Salben oder Lotionen behandelt. Um Erkrankungen wie Ekzeme, Neurodermitis, Urticaria oder Schuppenflechte zu behandeln, ist eine ganzheitliche Sichtweise unerlässlich. Nur wer versteht, dass die Haut hilft, Stoffe auszuscheiden, die unser Darm zuviel in den Körper lässt, kann Hautprobleme auf Dauer loswerden. Die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut wird auch auf Englisch Leaky-Gut-Syndrom bezeichnet. Hierbei können Gifte von Darmpilzen oder auch unverdaute Eiweißbestandteile über den Darm in die Blutbahn geraten. Diese Stoffe führen zu Reaktionen des Immunsystems und besonders zu Ekzemen und Hautausschlägen. Das Leaky-Gut-Syndrom entsteht hauptsächlich durch eine nicht intakte Darmflora, also die gestörte Besiedelung unseres Darmes mit gesunden und nützlichen Darmbakterien. Sehr häufig zeigen schon Babys und Kleinkinder gravierende Hautprobleme, die Kinderärzte als „atopische Ekzeme“ bezeichnen. Betroffene Kinder leiden meist auch an Dyspepsie, dass heißt an Verdauungsbeschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen und/oder einem veränderten Stuhlgang.

Die Anwendung von kortisonhaltigen Salben verbessert das Hautbild innerhalb von sehr kurzer Zeit. Nach Absetzen kommt es jedoch erneut zu den Beschwerden, die dann meist noch schlimmer ausfallen, da die notwendige Ausscheidung von Giften unterdrückt wurde. Geschwächte Haut kann anfallende schädliche Stoffwechselprodukte nicht in gleicher Weise ausscheiden wie gesunde Haut. Es kommt zu einem Säure-Überschuss, der wiederum zu Reizungen, Rötungen und Juckreiz der Haut führen kann. Aus diesem Grund wird eine besondere Pflege notwendig. Diese besteht darin, die Haut mit basischen Pflegeprodukten in ihrer Funktion zu unterstützen. Säuren und Schlacken werden neutralisiert und die Haut beruhigt. Sie wird wieder aufnahmefähig für Nähr- und Pflegesubstanzen, so dass die eigene Regulation der Feuchtigkeits- und Fettversorgung wieder funktioniert. Da die Symptome von außen nur gelindert werden können, ist es ratsam, bei Hautproblemen zusätzlich eine Darmsanierung mit gesunden Darmbakterien durchzuführen.

Ihre

Sabine Vollwerth (Apothekerin)