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Unter „Demenz“ versteht man einen Sammelbegriff für eine Gruppe von Krankheitsbildern, bei denen betroffene Personen in ihren geistigen Funktionen wie Gedächtnis, Orientierung, Sprache, Auffassungsgabe oder Lernfähigkeit eingeschränkt sind. Die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer-Demenz zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter.

Sie wird aber auch durch Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, geistige Inaktivität, geringe soziale Kontakte, Rauchen, Bewegungsmangel, ungünstige Ernährung und Depressionen erhöht. Die Alzheimer-Demenz ist nach dem Arzt Alois Alzheimer benannt, der im Jahr 1906 erstmals charakteristische Veränderungen im Gehirn einer Patientin mit Demenz festgestellt hat. Die genaue Ursache von Alzheimer ist noch nicht bekannt. Es häufen sich jedoch Hinweise dafür, dass die sogenannte Darm-Hirn-Achse eine zentrale Rolle spielt. Unser Gehirn und unser Darm kommunizieren auf mehreren Wegen miteinander. Es gibt direkte Nervenverbindungen, aber auch Immunbotenstoffe, Signale der Darm-Bakterien und Darmhormone, die Einfluss auf unser Gehirn nehmen. Die Besiedelung des Darms mit nützlichen Darmbakterien verändert sich im Laufe des Lebens. Ursache ist das Alter selbst wie auch die Einnahme von Medikamenten und die Zufuhr von Konservierungsstoffen, Pflanzenschutzmitteln und Geschmacksverstärkern in unseren Lebensmitteln. Die Folge ist eine Dysbiose, also eine gestörte Darmflora, die stille Entzündungen im Darm begünstigt. Unter „stillen“ Entzündungen versteht man chronische Entzündungen ohne Symptome, die unseren Darm „löchrig“ werden lassen (engl. Leaky Gut). Darm-Bakterien und deren Stoffwechselprodukte können sich in andere Teile des Körpers verlagern und schädliche Effekte hervorrufen (bakterielle Translokation).

Außerdem kommen zu große und teilweise unverdaute Nahrungsbestandteile ins Blut, die dort zu allergischen Reaktionen führen. Reizdarm, Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, Durchfälle, dauerhafte Verstopfung und Hautkrankheiten wie Ekzeme und Neurodermitis sind Folgen, die sich auch auf die Leistung unseres Gehirns auswirken. Leider ist eine Demenz nach aktuellem Wissensstand nicht heilbar – vielleicht kann man ihre Entstehung verhindern oder deutlich hinauszögern? Es gibt vielversprechende Hinweise darauf, dass der Lebensstil eine entscheidende Rolle für das (Nicht-)Auftreten der Erkrankung spielt. Bewegung, Ernährung bzw. die ausreichende Versorgung mit bestimmten Nährstoffen, wie Vitamin D, oder die Balance aus Omega-3- und -6-Fettsäuren, sind nur einige Ansatzpunkte von vielen. Bereits in jüngeren Jahren neben einem gesunden Lebensstil auf die Darmflora zu achten und Nährstoff-Defizite zu vermeiden, sind gute Strategien, um vielen Erkrankungen vorzubeugen.

Wir beraten Sie gerne!

Ihre Sabine Vollwerth (Apothekerin)

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