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Schmerzen sind der Regel hilfreiche Botschaften des Körpers, doch je nach Intensität und Dauer sind sie sehr qualvoll und zermürbend. Sie sind der häufigste Grund für einen Arztbesuch. Nach Angaben der Wirtschaftswoche gaben gesetzliche Krankenkassen im vergangenen Jahr rund 1,8 Milliarden Euro für Schmerzmittel aus. Mehr als eine halbe Milliarde Euro zahlten schmerzgeplagte Patienten für rezeptfreie Schmerzmittel allein im vergangenen Jahr. Das Problem: Schmerzen werden zwar betäubt oder gelindert, dennoch bleibt Ihre Ursache häufig unbehandelt. Dies führt zu einer dauerhaften Einnahme, die auf Grund zahlreicher Nebenwirkungen nicht empfehlenswert ist...

Viele Formen von Schmerzen haben mit der Versorgung unseres Körpers mit Nährstoffen zu tun. Im November 2017 haben Experten auf einem Fachsymposium der Gesellschaft für Biofaktoren e. V. in Leipzig auf die Problematik aufmerksam gemacht. Prof. Dr. med. Karlheinz Reiners, Oberarzt und Leiter der Neuromuskulären Spezialambulanz an der Neurologischen Klinik des Hermann-Josef-Krankenhauses Erkelenz, verweist darauf, dass Mangelzustände der Vitamine B1 (Thiamin), B6 (Pyridoxin), B12 (Cyanocobalamin) und Folsäure unter anderem an der Entstehung von neuropathischen Schmerzen beteiligt sind. Neuropathische Schmerzen werden auch Nervenschmerzen genannt und entstehen durch Schädigungen und Erkrankungen von Nervenstrukturen wie z. Beispiel Diabetes, Gürtelrose oder Alkoholmissbrauch.

Dabei können auch Medikamente wie Metformin (Blutzuckersenkung) oder auch Säureblocker (Magenschutz) zu einem ausgeprägten Vitamin B12 Mangel führen, der wiederum Nervenschmerzen begünstigt. Rückenschmerzen gehören zu den am häufigsten genannten Schmerzen mit stark steigender Tendenz und langer Erkrankungsdauer. Prof. Dr. med. Tillmann Ott, Pharmakologe und Toxikologe aus Berlin weist darauf hin, dass umfangreiche klinische Studien die gesicherte Wirksamkeit der kombinierten Gabe der drei B-Vitamine B6, B12, und Folsäure in der Therapie von Schmerzzuständen wie Ischialgie, Neuralgien, Zervikalsyndrom und Hexenschuss gezeigt haben. Gerade in Kombination mit Schmerzmitteln können B-Vitamine zur einer verstärkten Schmerzlinderung beitragen. Schmerzen im Rücken können ebenso bei der Osteoporose auftreten. „Neuere Studien zeigen, dass besonders die Kombination von Vitamin D und Magnesium für die Knochenfestigkeit von Bedeutung ist“, berichtete Prof. Dr. med. Kisters, Chefarzt an der Medizinischen Klinik I am St. Anna-Hospital in Herne. Zum einen fördert Vitamin D die Aufnahme von Magnesium im Dünndarm, zum anderen ist Magnesium für die Aktivierung von Vitamin D erforderlich. Nach Angaben von Uwe Gröber, Apotheker und Leiter der Akademie für Mikronährstoffmedizin in Essen, wirkt Vitamin D Entzündungsprozessen entgegen und verringert die Schmerzempfindlichkeit. Wer Diclofenac einnehmen muss, profitiert von einer zusätzlichen Einnahme von Vitamin E, da es Entzündungsprozesse reduziert und die Wirksamkeit des Schmerzmittels erhöht.

Bezüglich der Qualität und den erforderlichen Dosierungen beraten wir Sie gerne!

Ihre Sabine Vollwerth (Apothekerin)