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Nützlich oder überflüssig? Die Meinungen über die Anwendung von Mikronährstoffen gehen weit auseinander. Kein Tag vergeht, an dem wir nicht über Funk und Fernsehen vor Vitaminen als Nahrungsergänzung gewarnt werden.

Allgemein werden sie für überflüssig, teuer und sogar schädlich erklärt. Sicher können und sollen sie keine ausgewogene, vollwertige Ernährung mit Bio-Lebensmitteln, wenig Fleisch und viel Fisch ersetzen. Doch reichen die Nähstoffe in unseren Lebensmitteln noch aus, um unseren Bedarf zu decken? Das mittlerweile reichhaltige ganzjährige Angebot von Nahrungsmitteln aus aller Welt lässt den Eindruck entstehen, dass wir uns vielfältig ernähren. Doch unter welchen Bedingungen die Nahrungsmittel gewonnen werden, welche Schadstoffe enthalten sind und welche Transportwege hinter ihnen liegen, bleibt dem Käufer verborgen. Hinzu kommt, dass viele Kinder und Jugendliche gar nicht ausreichend die Lebensmittel konsumieren, die ihnen gut täten. Nach der HELENA - Studie, einer europaweit durchgeführten Studie mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 12,5 bis 17,5 Jahren, werden Defizite in der Nährstoff-Versorgung sowie die viel zu hohe Kalorienaufnahme durch Softdrinks und Süßigkeiten aufgedeckt. Weitere Studien konnten belegen, dass eine kalorienreiche Ernährung mit Übergewicht die Leistungsfähigkeit im Denken beeinträchtigen. Für die gesunde Gehirnentwicklung werden vor allem Nährstoffe wie Vitamin D, ungesättigte Fettsäuren wie EPA und DHA, Eisen, B-Vitamine, Vitamin C, E und Zink benötigt. Zahlreiche Studien zeigen, dass allein durch das Ernährungsverhalten, die Defizite der einzelnen Nährstoffe hoch sind. Viele Kinder und Jugendliche weisen eine mangelhafte Versorgung an Vitamin D auf.

Erschreckend ist, dass die unzureichende Versorgung mit zunehmenden Alter noch schlechter wird. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Knochen, Zähne und das Immunsystem, sondern vor allem auf die Ausbildung und Reifung von Nervenzellen im Gehirn. Ungesättigte Fettsäuren wir EPA und DHA sind in der Lage, die Übertragung der Reizweiterleitung über die Synapsen im Gehirn zu steigern. Außerdem sind sie grundlegend für die Gehirn-Entwicklung und Intelligenz verantwortlich. Hierzu ist nicht nur eine optimale Versorgung in der Schwangerschaft nötig, sondern auch eine ausreichende Verzehrmenge an Fisch wie Hering, Makrele, Lachs oder Kabeljau. Diese wird jedoch nach der Helena – Studie bei den meisten Kindern und Jugendlichen nicht erreicht. In Wachstumsphasen besteht ein erhöhter Eisenbedarf. Nach nationalen Verzehr-Studien erreichen 58% der Mädchen und 14% der Jungen im Alter von 14-18- Jahren nicht die täglich empfohlene Zufuhrmenge an Eisen. Müdigkeit, verringerte Konzentration und reduzierte körperliche Leistungsfähigkeit sind die Folgen. Vor diesem Hintergrund ist eine qualitativ hochwertige und vor allem ausreichend hoch dosierte individuell abgestimmte Nährstoff-Ergänzung sehr sinnvoll und kann zu mehr Lebensqualität und Leistungsfähigkeit führen. Wir wünschen allen Kindern und Jugendlichen einen guten Schulstart!

Ihre

Sabine Vollwerth
(Apothekerin)