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Ausgesprochene emotionale Erschöpfung mit schwerer Abgeschlagenheit verbunden mit Schlafstörungen, Frustration, Aggression und Reizbarkeit kennzeichnen den Zustand des Burnout-Syndroms. Ausgelöst durch permanenten Stress durch berufliche Überlastung, das Streben nach Perfektion, Nacht- und Schichtarbeit, Konkurrenz oder hohen Verantwortungsdruck ist Burnout der Endzustand einer Entwicklung, die viele Menschen erleben, ohne frühzeitig zu erkennen, in welche Situation sie geraten.

Erst wenn nichts mehr geht, wird drastisch sichtbar, wie groß der Scherbenhaufen im eigenen Körper ist. Die ständige Belastung führt zu einer dauerhaft erhöhten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol und einer Störung in Gehirnboten- Stoffwechsel Dopamin und Serotonin. Durch die Immunsystem schwächende Wirkung von Cortisol werden neben Magengeschwüren auch chronische Infekte wie Herpes oder Pilzbefall beobachtet. Hinzu kommen Bluthochdruck, Abnahme des Körpergewichts sowie Störungen im Blutzuckerhaushalt. Die Immunkraft unseres Körpers kann durch dauerhaften Stress bis zu 50% reduziert werden. Dies betrifft vor allem die Immunzellen, die täglich Krebszellen in unserem Körper entsorgen. Die Gefahr von Brustkrebs bei Frauen sowie Dickdarmkrebs bei Männern steigt unter Burnout immens. Durch den gestörten Stoffwechsel der Botenstoffe im Gehirn geht Burnout auch mit Depressionen einher. Diese wiederum führen zu Konflikten mit Lebenspartnern, Familienangehörigen und Arbeitskollegen, so dass sich der Teufelskreis endgültig schließt. Häufige vom Arzt verordneten Antidepressiva lösen meist eine massive Beeinflussung des Vitamin B-Haushaltes aus und können je nach Art zu unerwünschten Arzneimittel - Wirkungen wie Angst und manischen Reaktionen führen. Eine erhöhte Selbstmordrate wird besonders zu Beginn einer Therapie beobachtet.

 

Da die Ernährung bei Burnout- und Depressionspatienten alles andere als ausgewogen ist, verstärken sich Defizite im Mikronährstoffbereich und führen ihrerseits wieder zu einer Verschlechterung der gesamten Situation. Antidepressiva vom Typ der Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer wie Fluoxetin haben eine deutlich bessere Wirksamkeit, wenn sie mit Folsäure und Vitamin-B12 kombiniert werden. Nur durch Folsäure und Vitamin B12 werden genügend Botenstoffe im Gehirn gebildet, die dann eine antidepressive Wirkung ermöglichen. Mit einem Piekser in den Finger ist es möglich, den Blutwert Homocystein zu bestimmen. Dieser ist abhängig von den Vitaminen B6, B12 und Folsäure. Ist der bestimmte Wert in Ordnung, stehen genügend B-Vitamine zur Verfügung. Ein erhöhter Homocystein-Wert deutet immer auf ein erhöhtes Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen, Demenz, Schwangerschaftskomplikationen, altersbedingte Makuladegeneration. Vor allem Menschen, die Antidepressiva oder auch Magensäureblocker einnehmen, sollten ihren Homocystein-Spiegel regelmäßig bestimmen lassen.