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Gesunde Nägel sind glatt, kräftig und elastisch. Viele Menschen leiden jedoch unter Nagelveränderungen: die Nägel brechen ab oder reißen ständig ein, sie werden wellig und zeigen weiße Flecken. Abgesehen von dem unschönen Aussehen zeigen Problemnägel, dass nicht nur die Versorgung der Nägel mit Nährstoffen beeinträchtigt ist.

Ähnlich wie bei Haarausfall handelt es sich zwar nicht um eine lebensbedrohliche Erkrankung, dennoch sollten die Anzeichen für eine geminderte Nährstoff-Versorgung ernst genommen werden. Weiße Flecken auf den Nägeln sind immer auch ein Zeichen für einen erhöhten Bedarf an Zink. Nagelveränderungen sind meist Begleiterscheinung von Haut- oder Stoffwechselerkrankungen. Brüchigkeit kann die Folge von Mangelernährung (Kalzium- und Eisenmangel) sein. Farbveränderungen werden z.B. durch mangelnde Durchblutung verursacht. Das unter dem Nagel liegende Gewebe schimmert dann weiß oder bläulich. Durch bestimmte Vergiftungen entstehen quer über dem Nagel weiße Streifen, die allerdings nicht zu verwechseln sind mit den harmlosen, unregelmäßigen weißen Fleckchen, die durch Eindringen von Luft in die Hornlamellen entstehen. Uhrglasnägel sind zur Fingerkuppe hin übermäßig gewölbt, die Fingerkuppen rundlich aufgetrieben. Sie weisen auf eine chronische Sauerstoff-Unterversorgung bei Herz-/Lungenkrankheiten hin. Weißnägel, Tüpfelnägel, gestanzte Quer- oder Längsrillen an der Oberfläche entstehen bei Pilzkrankheiten oder Hautekzemen.

 

Wie die Haare, so wachsen auch die Nägel ständig. Fingernägel wachsen im Durchschnitt drei Millimeter pro Monat. Unter bestimmten Umständen wachsen sie auch schneller, zum Beispiel wenn man sich von einer Verletzung erholt oder bei einer Schilddrüsenüberfunktion. Die Nägel zeigen also deutlich, in welchem körperlichen Zustand man sich befindet. Wie die Haare, an denen man auch sehr viel über den Gesundheitszustand eines Menschen erkennen kann, bestehen auch die Nägel aus einer Hornsubstanz, dem Keratin. Das Keratin wird von den Zellen des Nagelbetts gebildet, mit dem der Nagel fest verwachsen ist. Der Nagel gleicht einem zusammengepressten Geflecht von Haaren, die über kleine Drüsen ernährt werden. Die Unterseite der Nagelfläche ist mit dem Finger leicht verwachsen, die Nagelwurzel reicht etwas tiefer in den Finger hinein. Nicht nur die Fingerspitzen sind von unzähligen Nerven und zahlreichen Adern durchzogen – was die Finger so sensibel und auch schmerzempfindlich macht –, sondern auch die Nagelwurzel und die Unterseite der Nagelplatte stehen sehr eng mit dem Blutkreislauf und dem Nervensystem in Verbindung. Erkrankungen des Körpers können die Blutversorgung und die Funktion der Nerven beeinträchtigen. Das wirkt sich sichtbar auf die Fingernägel aus, besonders auf ihr Wachstum. Je nach Art der Störung kommt es zu verschiedenen Veränderungen an den Fingernägeln. Es kann sich ihre Form verändern, ihre Farbe oder ihre Stabilität. Vergiftungen können genauso ihre Spuren hinterlassen wie schwere Infektionen, Stoffwechselstörungen oder rheumatische Erkrankungen. Auch seelische Verletzungen können ihre Spuren hinterlassen.