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Arzneimittel, die weiterentwickelt werden, haben oftmals geringere Nebenwirkungen und wirken gezielter als ihre Vorgänger. Bei der „Antibaby“- Pille scheint dies nicht der Fall zu sein. Sicher haben sich die Dosierungen der Hormone seit der ersten Pille 1960 reduziert und die damit verbundenen Nebenwirkungen sind geringer geworden, aber das Risiko dieser Präparate ist für jede Frau immens.

Seit 1990 ist der Einfluß der Pille auf eine mögliche Krebs Entstehung bekannt. Brust- und Gebärmutterhalskrebs Risiken erhöhen sich besonders bei langjähriger Einnahme. Hinzu kommt ein gesteigertes Thrombose-risiko vor allem bei Pillen der neueren Generationen. Gefäßverschlüsse treten unter dem Wirkstoff Drospirenon gegenüber Präparaten mit dem Hormon Levonorgestrel 2-3 mal häufiger auf. Obwohl die neuen Pillen eine höhere Thrombosegefahr als ältere haben, wurden sie im Jahr 2010 besonders häufig verordnet, da weitere Anwendungsgebiete gerade bei jungen Frauen unreine Haut und Gewichtsabnahme sind.

 

Bei der Einnahme von Hormonen kommt es zu einem erhöhten Vitamin B Bedarf. Gerade das ausgewogene Gleichgewicht zwischen Vitamin B6, B12 und Folsäure wird beeinträchtigt. Dadurch steigt der Homocystein-Spiegel im Blut und das Risiko für Gefäßverschlüße durch Blutgerinnsel. Eine Beinvenenthrombose, Lungenembolie oder ein ein Schlaganfall sind leider keine seltenen Folgen. Deswegen sollten Frauen bei der Verordnung der Pille auf das Thromboembolierisiko und mögliche Warnsymptome wie Schmerzen und Schwellungen in den Beinen hingewiesen werden. Sie sollten auch darüber aufgeklärt werden, dass sich durch die Kombination Rauchen und Einnahme der Pille das Risiko für eine Thrombose um das 8,8-fache erhöhen kann.