Und doch lebt dieser Keim dort oft jahrelang, manchmal sogar unbemerkt. Der Magen ist mit einer schützenden Schleimhaut ausgekleidet, die verhindern soll, dass unsere aggressive Magensäure die eigene Magenwand angreift. Helicobacter pylori schwächt genau diese Schutzschicht, was zu wiederkehrenden Magenschmerzen, Sodbrennen und auch Magengeschwüren führen kann. Bei manchen Menschen verläuft die Infektion ohne Symptome, bei anderen entwickelt sie sich über Jahre zu einem ernsthaften Problem. Deshalb wird der Keim – wenn er entdeckt wird – in der Regel gezielt behandelt.

Die schulmedizinische Standardbehandlung ist die sogenannte Tripel - Therapie, bestehend aus zwei Antibiotika und einem Säureblocker. Diese Therapie soll den Keim vollständig vernichten und ist sehr wirksam, jedoch mit einigen Nebenwirkungen: Betroffene berichten über Übelkeit, Durchfall und Müdigkeit. Leider werden auch nützliche Darmbakterien vernichtet und es kann nach der Therapie wieder zu einer neuen Infektionen mit Helicobacter Pylori kommen.

Vitamin C wird oft nur als Vitamin bei Erkältungen oder zur Stärkung des Immunsystems wahrgenommen, doch es ist vor allem ein Schutzfaktor für die Schleimhäute in unserem Magen. Chronische Infektionen mit dem Magenkeim Helicobacter pylori erhöhen den Verbrauch von Vitamin C im Körper. Vielen Betroffenen zeigen niedrige Vitamin-C-Spiegel in ihrer Magenschleimhaut. Doch Vitamin C kann noch mehr: Es greift direkt in das Überleben des Magenkeims ein. Helicobacter pylori produziert ein Enzym namens Urease, das die aggressive Magensäure in seiner unmittelbaren Umgebung neutralisiert. Vitamin C stört diese Strategie, indem es die Aktivität des Enzyms hemmt. Das Milieu, um den Keim herum, wird wieder sauer, wodurch er seine Überlebensbasis verliert. Gleichzeitig erschwert Vitamin C dem Bakterium das Anhaften an die Magenschleimhaut, sodass er sich schlechter festhalten kann und leichter mit dem Schleimabfluss des Magens „abtransportiert“ wird. Wichtig zu wissen: Menschen, die regelmäßig sogenannte Magenschutz-Tabletten wie Omeprazol oder Pantoprazol einnehmen, verringern damit nicht nur die Vitamin C Konzentration in ihrem Magensaft. Sie beeinträchtigen auch die Aufnahme von Nährstoffen wie Vitamin B12, Calcium, Magnesium, Vitamin D, Eisen und Zink.

Viele Medikamente bringen den Nährstoffhaushalt unseres Körpers durcheinander. Leider wird dieses Problem in der Medizin seit Jahren ignoriert, obwohl es wichtig für unsere Gesundheit und den Erfolg von Behandlungen ist. Nutzen Sie unsere kostenlose Beratung und erfahren Sie mehr, über die Möglichkeiten der Unterstützung Ihrer Therapie.

Ihre Sabine Vollwerth (Apothekerin) und Team