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So lautet das Motto des heutigen Tags der Zahngesundheit. Das Augenmerk soll vor allem auf die Zahngesundheit von Kindern gelenkt werden. Doch ist es wirklich richtig, über massive Fluoridierung und meist nur örtliche Behandlung, Zahnprobleme bei Kindern zu behandeln?

Auch Erwachsene leiden nicht selten unter Parodontose, Aphthen und Entzündungen. Die meisten lokalen Behandlungen der Mundschleimhaut oder Zähne helfen kurzfristig gut, dennoch haben viele immer wiederkehrende Beschwerden. Bereits im Altertum war der Zusammenhang zwischen Zahn- und körperlicher Gesundheit bekannt. „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ ist eine der Weisheiten, die heute kaum mehr hinterfragt werden. Die Ärzte Voll und Kramer haben in den 1970er Jahren die Zusammenhänge einzelner Zähne zu Organen beziehungsweise Organsystemen beschrieben. Sie verknüpfen jeden einzelnen Zahn über den jeweils zugeordneten Meridian mit einem Organ. Meridiane sind aus der chinesischen Medizin als Energiebahnen unseres Körpers bekannt. Sie könnten eine Antwort auf die Frage geben, warum bei manchen Patienten nur ein Zahn von einer schweren Parodontitis betroffen ist? Bei wissenschaftlicher Betrachtung ist die an nur einem Zahn lokalisierte Parodontose nicht zu erklären, weil in der feuchten und warmen Mundhöhle die Verbreitung der Keime innerhalb weniger Stunden erfolgt. Es kann nicht logisch erklärt werden, warum nur einige wenige Regionen von einer bakteriellen Erkrankung betroffen sind und andere nicht. Die Verknüpfung mit einer dauerhaft gestörten Verdauung als Ursache der Erkrankung ist unter Berücksichtigung auch anderer Beobachtungen aus der Naturheilkunde eine logische Konsequenz.

Probleme mit Zähnen und Zahnfleisch hängen eng mit Beschwerden des Verdauungssystems zusammen. Hinzu kommt, dass Unverträglichkeiten und Allergien eine ausgewogene, vollwertige und frische Ernährung beeinträchtigen. Zahlreiche Zusatzstoffe und Konservierungsmittel in unseren Nahrungsmitteln reduzieren die Besiedelung des Darmes mit gesunden Bakterien sehr. Hoch interessant ist auch der Zusammenhang zwischen bestimmten Darmabschnitten zu Regionen der Wirbelsäule. Der Hals-Wirbel-Säulen-Bandscheiben-Vorfall ist sehr häufig chronischen Störungen im oberen Magenbereich zuzuordnen, der Lendenwirbel-Vorfall eher chronischen Störungen im Kleinen Becken, im Sigma oder Enddarm. Bei Karies und Parodontose ist es somit dringend empfehlenswert, die Ernährung der Betroffenen zu optimieren, ausreichend Nährstoffe zuzuführen und vor allem eine sinnvolle Darmunterstützung zu geben. Ob Kind oder Erwachsener – so manches Zahnproblem läßt sich damit dauerhaft und ursächlich besser in den Griff bekommen.