Arthrose – warum Schmerzmittel mehr schaden als helfen

Schmerzen im Knie, ein Ziehen in der Hüfte – Schmerzen verursacht durch Arthrose können sehr belastend sein und den Alltag erheblich beeinflussen. Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac gehören zu den Klassikern bei Arthrose. Sie wirken schnell und sind teilweise rezeptfrei erhältlich. Doch was viele nicht wissen: Wer bei Arthrose dauerhaft auf diese Mittel setzt, landet oft in einem Teufelskreis, der mehr schadet als nutzt.

Entzündungshemmende Schmerzmittel sogenannte NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika) blockieren Botenstoffe, die für Schmerz und Entzündung verantwortlich sind. Das bringt schnelle Erleichterung. Doch genau darin liegt das Problem: Weil der Schmerz verschwindet, belasten viele ihre Gelenke weiter – obwohl die Ursache nicht behoben ist. Das verschlimmert die Entzündung, der Schmerz kehrt zurück, die nächste Tablette folgt. So entsteht ein Kreislauf aus Symptombekämpfung und Überlastung. Zusätzlich haben NSAR vor allem bei Dauereinnahme erhebliche Nebenwirkungen auf den Magen, die Niere und den Blutdruck. Groß angelegte Forschungsdaten, z. B. aus Australien, zeigen: Bei Patienten mit Kniearthrose, die über mehrere Jahre NSAR einnahmen, trat häufiger eine stärkere Gelenksteifigkeit, stärkere Schmerzen und insgesamt ein schnelleres Fortschreiten der Erkrankung auf – inklusive einer höheren Wahrscheinlichkeit für einen Gelenkersatz.

Wichtig ist, dass die Therapie der Arthrose nicht nur auf Schmerzmittel basiert. Im Vordergrund sollte neben der Linderung der Entzündung auch der Aufbau der geschädigten Knorpel-Struktur stehen. Hier gibt es eine Vielzahl von natürlichen Substanzen, die eine sehr gute studienbelegte Wirkung der Entzündungshemmung aufweisen, ohne die Reparaturmechanismen des Körpers zu blockieren. Hierzu zählen Enzyme aus Ananas und Papaya, Curcumin aus der Curcumawurzel und Weihrauch. Auch hochdosierte Omega-3-Fettsäuren zeigen in Studien entzündungshemmende Effekte. Sie schädigen keine Organe und unterstützen den Körper auf natürliche Weise bei der Regulation von Entzündungen. Gerade bei chronischen Beschwerden wie der Arthrose können sie langfristig helfen – nicht als Wundermittel, aber als Baustein einer ganzheitlichen Therapie.

Für die Regeneration des Knorpels und zur Verhinderung des Fortschreitens der Erkrankung, sind Nährstoffe hilfreich, die den Knorpel schützen und aufbauen. Hierzu zählen MSM (Methylsulfonylmethan), Kollagen, Chondroitin, die Spurenelemente Mangan, Kupfer, Zink, Selen um nur einige zu nennen. Doch vor allem zeigen Studien, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel häufig mit stärkeren Gelenkschmerzen und schnellerem Fortschreiten der Arthrose verbunden ist. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für den Knochenstoffwechsel, die Knorpel-Stabilität und die Regulation des Immunsystems. Ein ausgeglichener Vitamin-D-Spiegel kann Entzündungen hemmen und den Verlauf von Arthrose positiv beeinflussen.

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Ihre Sabine Vollwerth (Apothekerin) und Team

 

Vitamin D - Selbsttest

Apothekerin Sabine Vollwerth

Apothekerin Sabine Vollwerth

  • Inhaberin der Vollwerth-Apotheke in Siegen
  • Vorstandsmitglied Natur und Medizin
  • Spezialkenntnisse: Begleitung von Krebstherapien, Nahrungsergänzung zur Krankheitsvorbeugung, Wechseljahresbeschwerden
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